5. Tag - Im Nebelwald und darüber
Das Hotel, die Monteverde Lodge, ist richtig schön. Vor dem Zimmerfenster plätschert ein Bach und man sieht eigentlich nur Wald. Das Frühstück nehmen wir in der Halle des Hotels ein. Auf der einen Seite sieht man nur Natur durch die offenen Fenster. Auf der anderen Seite scheint die aufgehende Sonne herein. Die tolle Stimmung wird durch leise Musik noch unterstrichen. So lässt sich's leben.
Gegen acht brechen wir zum Nebelwald auf. Nach der Ankunft dort, müssen wir feststellen, dass wir den Fotoapparat im Hotel vergessen haben. Shit happens -na wenigstens ist die Kamera dabei. Wir machen eine große Runde im Wald. Die Vegetation ist wirklich beeindruckend. Es ist schade, dass so viel Wald abgeholzt worden ist. Auch die Tiere sind sehr interessant. Am besten gefällt Robert der Ruf eines Vogels, der wie die Töne einer Geige klingt. Mitten im Wald besteigen wir noch einen Aussichtsturm. Da aber Wolken aufziehen, kann man leider nicht so weit sehen. Während der Wanderung durch den Nebelwald gibt es noch jede Menge Informationen zu all den Pflanzen und Tieren. Einmal mehr beeindruckt uns unsere Reiseleiterin Ara mit ihrem Wissen.
Am Nachmittag haben wir die Möglichkeit, eine Canopi-Tour über dem Regenwald zu machen oder auf Brücken durch und über den Regenwald zu gehen. Nach einer Stärkung im Parkeigenen Restaurant entscheiden wir uns für die Brückentour. Damit verbunden ist die Hoffnung, weitere interessante Pflanzen und Tiere zu sehen. Die Tour ist zwar nicht so spektakulär, wie wir gedacht haben, ist aber trotzdem interessant. Während wir am Morgen den Nebelwald von unten gesehen haben, können wir jetzt auf Höhe der Baumkronen und darüber spazieren und damit die Pflanzen mal aus einer ganz anderen Perspektive sehen. Am Nachmittag werden wir dann in einem Kleinbus zu Hotel gebracht.
Da wir uns heute noch was ansehen wollen, wird als erstes der Fotoapparat geholt. Danach besuchen wir die Froschfarm im Ort. Wir bekommen zu zweit einen eigenen Führer, der uns auf Englisch alles Wissenswerte über die Frösche erzählt. Nach einer viertel Stunde haben wir alle Terrarien gesehen und die Führung ist zu ende. Es ist schon recht interessant, die Tiere mal aus der Nähe zu sehen, allerdings haben wir ein wenig mehr erwartet, vor allem bei dem stolzen Preis von 8 USD pro Person.
Da wir nun eh schon mal unterwegs sind, beschließen wir noch ein Stück weiter nach St. Elena zu laufen. Der Ort ist sehr skurril. Und hat irgendwie ein Weltende-Flair. Immerhin hat der Ort befestigte Straßen. Nachdem wir zu guter Letzt auch dem Supermarkt noch einen Besuch abgestattet haben, machen wir uns auf den Heimweg. Der Himmel hat inzwischen eine ganz seltsame Farbe bekommen. Robert mutmaßt den Anfang der Dämmerung. Susanne dagegen tippt eher auf ein heraufziehendes Unwetter. Wir haben auch noch nicht mal die Hälfte des Weges hinter uns, als Susannes Theorie sich bestätigt. Es gießt wie aus Eimern. Schnell werden die wasserempfindlichen Sachen (Foto und Kamera) vor den herabstürzenden Fluten geschützt. Komplett nass erreichen wir das Hotel. Die Klamotten sind total durch und kleben an der Haut. In den Schuhen steht das Wasser. Sowas haben wir vorher noch nicht erlebt. Im Hotelzimmer wringen wir erstmal alle Sachen aus und verteilen sie im Zimmer, damit sie trocknen können und dann wird heiß geduscht, um wieder warm zu werden.
Am Abend geht es mit dem Bus in ein nahe gelegenes Restaurant. Später begießen wir den nassen Tag noch mit einem Cocktail in der Hotelbar am Kamin. Das ist wunderbar behaglich.